Akupunktur

Was ist Akupunktur?
Akupunktur ist eine rund 5000 Jahre alte Therapieform, wobei noch nicht zweifelsfrei geklärt ist ob deren Ursprünge in China oder auch Indien liegen. Etabliert hat sich das inzwischen auch europaweit anerkannte Heilverfahren aber vor allem in China, wo es sich im Laufe der Jahrhunderte einen festen Platz im Gesundheitswesen geschaffen hat. Bei der Akupunktur werden dünne Nadeln in genau definierte Punkte am Körper gestochen, um die physiologischen Abläufe des Organismus positiv zu beeinflussen.

Das Qi
In der chinesischen Terminologie spricht man vom Qi (gesprochen: „Tschi“), das als funktionale Kraft oder Lebensenergie durch das „Nadeln“ verändert bzw. gelenkt werden kann. Hierdurch werden die Eigenregulation und die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers angeregt – demnach also Hilfe zur Selbsthilfe geleistet.

Die Punkte
Die Auswahl der zu stechenden Punkte hängt von Ihrer individuellen körperlichen Situation ab, die vor allem durch vorhandene Symptome oder Beschwerden und Diagnostik durch einen erfahrenen Akupunkteur bestimmt wird.

Vorgehensweise
Die Nadeln werden in genau lokalisierte Punkte mit einem festen und schnellen Ruck in die entsprechende Körperstelle gestochen – hierbei kann es zu einem leichten Stich kommen, in der Regel ist der Einstich jedoch schmerzarm. Die Nadeln verbleiben ca. 20-25 Minuten in der Haut damit sie ihre Wirkung im Körper zur Gänze erzielen können. Oft spürt der Patient in den akupunktierten Stellen ein Wärmegefühl, ein Kribbeln, ein Taubheitsgefühl oder ähnliches was den richtigen Sitz der Nadel bestätigt. Nach der Behandlung werden die Nadeln mit einem leichten Ruck wieder entfernt.

Anwendungsgebiete

  • funktionale Beschwerden (z. B. Verdauungsbeschwerden)
  • Schmerzsyndrome (Bewegungsapparat allgemein, Kopf, Rücken, rheumatische und neurologisch bedingte Schmerzen)
  • akute Erkältungskrankheiten
  • Asthma, Heuschnupfen
  • Schlafstörungen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Inkontinenz, Harnwegserkrankungen
  • Geburtsvorbereitung.